Zwiebelkuchen vom Feinsten

Eigentlich habe ich gleich mehrere Lieblings-Zwiebelkuchen-Rezepte und jetzt ist noch ein neues dazu gekommen. Der Belag ist sehr gehaltvoll und natürlich sehr lecker. Der Boden ist in dem Fall kein Hefeteig und auch kein Mürbteig. Ich nehme vorsichtig an, dass Hannes Weber bei dem Rezept für den Boden eine kleine Anleihe in der Schweiz gemacht hat und ich glaube, diese Art Teig nennt man geriebenen Teig.

Kurz und gut; auch der Teig ist sehr lecker und vergeht fast auf der Zunge. Ein bisschen stutzig hat mich das Currypulver im Guss gemacht. Hier bin ich vorsichtig beim Dosieren gewesen und glaube auch, dass das so gedacht ist. Jedenfalls schmeckt der Curry nicht vor, sondern rundet den Guss nur sehr lecker und harmonisch ab.

Es gehört Kümmel in das Rezept. Wenn man ihn nicht mag, kann man ihn weglassen, aber er macht den Zwiebelbelag sehr viel besser verdaulich. Das nur nebenbei, denn wir haben keine Probleme mit Kümmel und durch das Backen verändert sich das Aroma und er schmeckt eh anders, als wenn man ihn frisch essen würde.

Zwiebelkuchen nach Hannes Weber

Für den Teig

200 g Weizenmehl Type 405
100 g Butter
50 g Wasser
15 g verquirltes Ei
1 kleines Eigelb (15 g)
4 g Salz
etwas Butter zum Ausfetten der Form

Für den Guss

10 g Mais- oder Hartweizengrieß
100 g Milch
400 g Sahne
1 Ei
2 Eigelbe
2 g Salz
etwas Pfeffer, Curry, Gemüsebrühepulver
1 EL Kümmel

Für die Zwiebelfüllung

100 g Speck
3 EL Butter
1 kg Zwiebeln

So wird es gemacht:

Mehl und Butter in eine Schüssel oder auf ein Backbrett geben und intensiv reiben, bis sich Butter und Mehl verbunden haben. Dann im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen.
Zum Butter-Mehl-Gemisch Wasser, Ei, Eigelb und Salz geben und zu einem Teig kneten.

Den Teig 3-4 mm dick ausrollen und eine gefettete konische Kuchenform (ca. 28 cm Durchmesser) damit auslegen. Den Rand sauber abschneiden.

Für den Guss den Grieß mit 25 g Milch vermischen. Restliche Milch aufkochen, dann den angerührten Grieß in die kochende Milch schütten und unter Rühren kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und etwas stehen lassen.

Den Backofen auf 190 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Speck in feine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit 1 TL Butter anbraten.

Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebeln in einem Topf oder einer Pfanne mit 2-3 EL Butter glasig anschwitzen, dann die Speckwürfel untermischen.
Sahne mit Ei und Eigelb vermischen, Salz, etwas Pfeffer, Curry und Gemüsebrühepulver mischen. Die Sahnemasse mit dem Grießbrei ca. 2 Minuten gut mixen.

Speckzwiebeln in die mit Teig ausgelegte Kuchenform geben. Den Guss angießen. Guss und Zwiebeln etwas vermischen, damit der Guss in der ganzen Form verteilt ist.

Kümmel darüber streuen und im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde goldgelb backen.

Den Kuchen in der Form etwas auskühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen.

Zum Zwiebelkuchen passt sehr gut neuer Wein.

Anmerkung: Da ich keine konische Kuchenform besitze, habe ich eine normale Springform benutzt.

Guten Appetit!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s