Schwarzbrot – Variante No. I.

Beim Durchblättern eines alten Kochbuches fiel mir ein handgeschriebener Notizzettel in die Hände. Ich weiss leider nicht genau von welchem Familienmitglied er stammt, aber mich hat diese absolut simple Art ein althergebrachtes Schwarzbrot zu backen fasziniert und ich wollte unbedingt sehen, wie es wird. Das Rezept stammt auf jeden Fall aus dem Münsterland und es ist definitiv kein Pumpernickel. ;-)

Die Angaben auf dem Zettel sind äußerst dürftig und so habe ich es einfach probiert nachzuempfinden. Das ist mein zweiter Versuch, denn beim ersten Mal hatte ich offensichtlich zuviel Wasser zugegeben. Für ein Schwarzbrot sicher äußerst erstaunlich, aber das Brot wurde zu sehr fluffig, dass ich es fast nicht mehr richtig schneiden konnte. Geschmacklich war es fantastisch, was mich fast genauso sehr gewundert hat und so habe ich es gleich noch einmal gebacken.

An dem Rezept werde ich sicher noch weiter herum experimentieren, weshalb ich diese Brote nun Variante I. nenne.

Vorteig:

500 g Vollkorn – Roggenschrot
400 g Wasser
2 EL Sauerteig (vom Bäcker oder selbstgemachtes ASG)

Alle Zutaten gründlich verkneten und ca. 12 – 14 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.

350 g Wasser
¼ Würfel Hefe, ca. 10 g
3 EL Rübenkraut
300 g Weizenmehl, Type 1050
200 g Roggenmehl, Type 1150
3 TL Salz

Die Hefe im Wasser auflösen. Das Rübenkraut zugeben, dann die beiden Mehlsorten, den Vorteig und das Salz unterkneten. Den Teig nun ca. 5 – 8 Minuten gründlich kneten. Er hat die Konsistenz von einem sehr zähfließenden, festen Rührteig und muss eine halbe Stunde ruhen. Dann kann er in Backformen gefüllt werden.

Ich habe dafür 2 Kastenformen ausgebuttert und knapp mit groben Haferflocken ausgestreut, den Teig geteilt und in die Formen gegeben. Die Formen sollten zu 2/3 gefüllt sein. Nun muss der Teig wieder gehen und wenn sich das Volumen deutlich vergrößert hat (bei mir hat das ca. eine gute Stunde bei den jetzigen Temperaturen gedauert) können die Brote abgebacken werden.

Backtemperatur ca. 175° – 120 Minuten auf der unteren Einschiebleiste vom Backofen. Dann den Herd ausschalten und das Brot im Backofen auskühlen lassen.

So verführerisch es auch duftet und so verlockend es wäre, das Brot am gleichen Tag anzuschneiden…der Geschmack entwickelt sich natürlich weiter und am nächsten Tag schmeckt es erst unvergleichlich gut.

Bei den Angaben auf dem Zettel stehen übrigens 2 – 6 EL Rübenkraut. Ich habe mich für 3 EL entschieden, damit es nicht zu süß wird. Beim Mehl ist nur Weizen- und Roggenmehl mit dem entsprechenden Gewicht angegeben. Hier nehme ich also an, dass ich daran noch weiterprobieren werde und das Brot z.B. mal mit Roggenvollkornmehl und vielleicht auch hier im Hauptteig mal mit der angegebenen Menge an Schrot backen werde.

Einige eingeweichte Sonnenblumenkerne machen sich bestimmt nicht schlecht und ob das Teiggerüst evtl. auch Nüsse aushält, werde ich ebenfalls antesten.

Derweil wünsche ich gutes Gelingen mit diesem Rezept und guten Appetit!

Advertisements

2 Gedanken zu „Schwarzbrot – Variante No. I.

  1. Pingback: Eine Kleinigkeit für eine leckere Brotzeit | Schmakatzen

  2. Pingback: Schwarzbrot Variante No. II | Back – Schmakatzen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s