Laugenzöpfle sind gar nicht so schwer zu machen…

…wie es vielleicht ausschaut. Nun, ich mußte beim ersten Mal machen trotzdem ziemlich genau aufpassen, wie sie geschlungen werden. Das Rezept ist von Hannes Weber aus Friedrichshafen am Bodensee. Derzeit mein liebster Bäcker- und Konditormeister, dem man ab und an im TV zuschauen kann.

Bei den Laugenbrezeln aus gleichem Teig hab ich aufgegeben, denn das empfand ich persönlich als sehr viel schwieriger ganz richtig zu machen, als diese überaus leckeren Zöpfle.

Das Rezept ist von einem Profi. Man merkt es gleich, denn der Teig ist absolut gelingsicher und das fertige Gebäck schmeckt hochgradig lecker. Einfrieren lassen sie sich auch, wenn es denn überhaupt soweit kommt…

Hier das Rezept an dem ich nichts geändert habe. Für meinen Geschmack ist es perfekt!

Laugenzöpfle oder Laugenbrezel nach Hannes Weber

Man benötigt folgende Zutaten:

Für den Vorteig
70 g Weizenmehl Type 550
60 ml Wasser
1 Fingerspitze Hefe

Für den Brezel- bzw. Zöpfleteig
130 g Vorteig (siehe oben)
250 g Weizenmehl Type 550
40 ml Wasser, eiskalt
60 ml Milch, sehr kalt
10 g Butter
10 g Pflanzenmargarine
10 g Hefe
6 g Salz
1 TL Honig
1 Eigelb
etwas grobkörniges Salz zum Bestreuen

Für die Lauge
1 l Wasser
100 g Natron (Natriumhydrogencarbonat aus der Apotheke)

Zusätzlich zum Bestreuen:
Geriebener Käse
oder Mohn, Sesam, grobes Salz

So wird es gemacht:

Für den Vorteig Mehl, Wasser und Hefe kurz in der Küchenmaschine kneten. Dann den Vorteig in einer Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt eine Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

In einer Teigknetmaschine Vorteig, Mehl, Wasser, Milch, Butter, Margarine, Hefe, Salz, Honig und Eigelb zu einem Teig kneten. Zuerst ca. 10 Minuten langsam kneten, dann 4 Minuten schnell kneten. (Vorsicht Brezelteig ist aufgrund seiner Gebäckeigenschaften ein sehr fester Teig. Wenn sich die Küchenmaschine schwer tut, einfach noch etwas Wasser zugeben.) Der Teig sollte beim Kneten nicht wärmer als 25 Grad werden.

Den Teig in einer Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen, anschließend nochmals kräftig durchkneten, die Teigschüssel wieder mit einer Frischhaltefolie abdecken und so den Teig 30 Minuten ruhen lassen. Wichtig ist, dass er Teig immer gut abgedeckt ist und nicht austrocknet.

Anschließend aus dem Teig 80 g schwere Stücke abwiegen und diese rund wirken. Daran anschließend diese Kugeln länglich aufarbeiten. Dies sollte langsam und vorsichtig geschehen, immer wieder eine kurze Pause einlegen und mit einem anderen Stück weitermachen, wenn der Teig bockig wird oder beginnt zu reißen. Die Stücke auf ca. 15 cm Länge gleichmäßig vorrollen. Dann 5 Minuten ruhen lassen. Nun Einstrangzöpfe formen und die Enden verschlingen.

Auf ein Blech legen und mit Frischhaltefolie abgedeckt 30 Minuten reifen lassen, anschließend gut durchkühlen, damit sich die Zöpfe versteifen. Laut Hannes Weber kann das auch für ein paar Minuten im TK-Schrank passieren, und es macht nichts wenn die Teigstücke fast durchgefroren sind.

Den Backofen mit Backstein 40 Minuten vor dem Backen auf 240 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. (Wenn man keinen Backstein besitzt, ist es auch nicht weiter tragisch. Der Backofen muss allerdings wirklich sehr gut aufgeheizt sein!)

Aus Wasser und Natron eine Laugenmischung herstellen. Mit einer Schöpfkelle die Zöpfchen einzeln in die vorbereitete Laugenmischung geben und alle Seiten darin tunken. Anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Brett setzen.

Ich habe die Zöpfle dann mit Sesam und Möhn bestreut. Möglich wäre aber auch geriebener Käse. Das habe ich auch ausprobiert und für diesen Zweck geriebenen Emmentaler genommen.

Die Zöpfle mit dem Backpapier auf den Backstein im vorgeheizten Ofen setzen und ca. 10-14 Minuten backen.

Fertig ist wunderbares Laugengebäck, für das es fast gar nichts weiteres mehr braucht. Mir schmecken sie jedenfalls auch einfach so oder mit ein wenig Schnittlauch-Butter. Hier habe ich sie zu einem Sonntagsfrühstück serviert…

Viel Spass beim Ausprobieren und guten Appetit!

Advertisements

Ein Gedanke zu „Laugenzöpfle sind gar nicht so schwer zu machen…

  1. Pingback: Cappuccino vom Bärlauch | Schmakatzen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s